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Geschichte


Geschichte PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Administrator   
Montag, den 20. Dezember 2010 um 20:22 Uhr

 

1. Vorgeschichte

Die eiszeitlichen Talsandinseln (Niederterrassen) im Urstromtal der Mulde wurden infolge ihrer relativen Hochwasserfreiheit bei gleichzeitiger Nähe von fischreichem Wasser und fruchtbaren Niederungsböden (Auenlandschaft) seit dem Ende der Eiszeit immer wieder besiedelt.

Ausgrabungen und archäologische Untersuchungen weisen dann auch für die Törtener Talsandinseln Siedlungsspuren aus dem Spätneolithikum (Jungsteinzeit), aus der Bronze- und Eisenzeit nach.

So belegen Funde in der Flur „Sieben Stücken“ und am „Schenkenbusch“ die Anwesenheit steinzeitlicher Viehzüchter der Kugelamphorenkultur ungefähr 3000 v. Chr. Im gleichen Bereich finden sich auch bronzezeitliche Siedlungsräume. So z. B. im Flurstück „Hagenbreite“ für die Zeit zwischen 1100 und 700 v. Chr. Weitere Funde bezeugen späteisenzeitliche Besiedlungen. Spuren der frühgermanischen und der Völkerwanderungszeit waren im Törtener Bereich bisher nicht nachweisbar.

Das änderte sich erst wieder mit dem Nachrücken slawischer Volksgruppen seit der späten Völkerwanderungszeit ab dem 6. Jahrhundert. So wurden im Törtener Ortskern „Am Kümmerling“ slawische Keramiken gefunden, während auf dem höher gelegenen Kirchhügel (Friedhof) und im „Kirschgarten“ bereits wieder deutsche mittelalterliche Keramiken gefunden wurden.

2. Geschichte

Trotz der mehr oder minder häufigen vorgeschichtlichen Siedlungsfunde kann man erst ab dem ausgehenden 12. Jahrhundert von der Existenz Törtens sprechen.

Zu der Zeit seiner Entstehung lag Törten an einer Heer- und Handelsstraße, die aus dem Harz kommend in die Muldgebiete als Grenzbereich der deutschen Ostkolonialisation führte und die Burgwarde Kleutsch, Sollnitz und Altjeßnitz mit den anhaltischen Stammlanden verband. Die „Hohe Straße“, der „Altjeßnitzer Weg“, die „Törtener Forth“ und die mutmaßliche Lage der alten Törtener Muldbrücke sind heute noch Begriffe aus dieser Zeit. Der Ort selbst wird als Fischerdorf mit bäuerlichen Anteilen entstanden sein. Dafür spricht einerseits, dass die Mulde mit ihrem Fischreichtum am Dorf vorbei floss und die Kirche dem Apostel Petrus, dem Schutzheiligen der Fischer, geweiht wurde und dass andererseits die umliegende fruchtbare Auenlandschaft auch landwirtschaftlich genutzt werden konnte. Wie viele Orte entwickelte sich Törten zu einem Bauerndorf mit einem stetig wachsenden Anteil von Wohnstätten für die Handwerker und Industriearbeiter, die in den umliegenden Städten (Dessau, Wolfen und Bitterfeld) Beschäftigung fanden. Letztlich entwickelte sich daraus ein städtischer Vorort mit einem schützenswerten Dorfkern.

Das Gründungsdatum selbst, liegt wie bei so vielen Orten in unserer Gegend, im Dunkel der Geschichte. Daher können nur urkundliche Ersterwähnungen als Nachweis für die Ortsgründung herangezogen werden. Das ist für Törten das Jahr 1194.

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 20. Dezember 2010 um 20:23 Uhr
 



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